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Die Duale Schöpfung

Von Anfang an war nicht EINER sondern ZWEI

 

 

Nun folgt ein weiteres Kapitel, das einem Patriarchat gar nicht gefallen wird: Nicht nur Pfarrer Johannes Greber ist davon überzeugt, daß Gott ganz gerecht genau immer zwei erschuf, die zusammenpassen. Er lehrte: "Es gibt genausoviel männliche wie weibliche Geister." - Greber lebte von 1874 bis 1944, war katholischer Priester und Anwärter auf das Bischofsamt in Trier, auf das er angesichts wachsender spiritueller Erkenntnisse aber verzichtete. Er habe das Amt nicht mit seinem Gewissen vereinbaren können. Greber formulierte das Verhältnis von Mann und Frau folgendermaßen:

 

So werdet ihr wohl ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich sage, daß das in der ganzen irdischen Natur und bei allen Lebewesen vorhandene Gesetz der Verbindung des Männlichen mit dem Weiblichen auch in der geistigen Schöpfung in demselben Umfang gilt und gelten muß. Denn die Materie ist ja bloß eine Verkörperung des Geistigen, also bloß ein anderer Zustand des Geistes, der die geistigen Gesetze nicht aufhebt, sondern sie bloß in einer der Materie angepaßten Weise wirksam werden läßt. Wie es daher in der irdischen Schöpfung männliche und weibliche Wesen aller Gattungen gibt, so gibt es auch männliche und weibliche Geister in der geistigen Schöpfung. Die Zahl der männlichen Geister ist dieselbe wie die der weiblichen. Jedem männlichen Geist ist ein weiblicher Geist nach Gottes Gesetz zugeteilt. Beide passen vollkommen zueinander und finden in der gegenseitigen Ergänzung und in ihrem treuen Zusammenarbeiten an der ihnen von Gott gegebenen Aufgabe ihr höchstes, persönliches Glück. Solche füreinander geschaffene Geisterpaare nennt man 'Duale'. Das bedeutet soviel wie: 'Zwei, die zusammengehören'. 'Blicke auf alle Werke des Höchsten: immer sind es zwei und zwei (also Paare) eins zum anderen gehörend.' Das sind die Ehen, die im Himmel geschlossen wurden. (Sirach 33, 15)

 

 

Dazu ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Im englisch orientierten Sprachraum wird neben dem lateinischen Begriff "Dual" auch "Twin Flames" gesagt. Deutsch heißt das dann "Zwillingsflammen" - ein sehr schöner Ausdruck für zwei, die geistig, seelisch und körperlich harmonieren. An der Gleichwertigkeit und Zusammengehörigkeit von Frauen und Männern kommen Tempel, Synagogen, Kirchen und Moscheen nicht mehr vorbei. Die Geschichte wird es bald zeigen. Das Leben bilden nur das Männliche und das Weibliche zusammen. Frauenfeindlicher Monotheismus ist nicht mehr zeitgemäß. Mit ihm geht es in immer höherem Tempo bergab. Auch der Begriff "Emanzipation" ist irreführend. Männer und Frauen kann man nicht gleichmachen, sie sind und bleiben verschieden, aber sie ergänzen sich perfekt. Das sollte erkannt, verstanden, geachtet und gelehrt werden. Erste Anfänge besserer Erkenntnis gibt es schon. So lernen in der ersten Schulklasse die Kinder im katholischen Unterricht mancherorts Kindergebete wie dieses hier:

 

Gott, wir dürfen Vater zu dir sagen, sogar Papa, so wie wir Zuhause sprechen. Bei dir dürfen wir daheim sein, du sorgst für uns wie ein Vater, der seine Kinder lieb hat und sie ernährt und beschützt. Gott, wir dürfen auch Mutter zu dir sagen, sogar Mama, wie unsere Mama zuhause. Du liebst uns wie eine Mutter, die ihr Kind in die Arme nimmt, es streichelt und küsst und mit allem Notwendigen versorgt. Gott, du unser Vater und unsere Mutter, sei uns immer nahe!

 

Jesus betete ebenfalls nicht einen Herrn an, sondern das echte gesamte Gottwesen. Er sprach aramäisch und betete laut Neil Douglas-Klotz zu "Abwûn d'bwaschmâja", zum "Atmenden Mutter-Vater-Gottwesen" in der gesamten Natur. Gott heißt auf Aramäisch "Allaha". Heute spricht man in Teilen von Syrien noch Aramäisch, Jesu Muttersprache. Hebräisch sprach zu Jesu Lebenszeiten schon lange keiner mehr. Auch deswegen brauchte man die der alten Sprache kundigen Schriftgelehrten. Es war den alten Machthabern sehr recht, daß das Volk nicht selbst lesen konnte, was in der Schrift steht. Wiederholte sich das denn nicht wieder mit der lateinischen Bibel? Ja, sie war nicht für das "gemeine" Volk gedacht. Als Luther sie in die Sprache des Volkes übersetzte, da war im Vatikan die Hölle los. Denn Jesus lehrte, daß ein Mensch keine äußeren Kirchen aus Stein, keine Gebäude, keinen Vatikan und auch keine amtlichen Geistlichen braucht, um zu Gott zu finden. Jesus war sehr gebildet und kannte auch die alten hebräischen Schriften genau. Ihm konnten die Pharisäer und Schriftgelehrten nichts vormachen. Er aber predigte dem Volk furchtlos das rechte Verständnis von Gottes Wesen. Solche weise und gute Lehrer braucht das Volk, keine Kirchen und Tempel.

 

Das Gottwesen ist männlich und weiblich. Wie könnte es sonst beides erschaffen? So stimmt auch nicht nur genetisch materiell sondern auch geistlich, was die ELOHIM sagten, nämlich daß sie den Menschen als Mann und Frau nach ihrem Bilde schufen. Das erkannte jetzt 2017 die Schwedische Kirche. Auch auf der Webseite des evangelischen Kirchenkreises von Bochum (2011) taucht die Göttin wieder auf:

 

"Das Bild des Geistes ist offen für weibliche Züge in der ansonsten von männlichen Bildern dominierten Gottesvorstellung des Christentums: Das hebräische Wort für Geist "Ruach" ist feminin, ebenso das griechische Geistwort "Sophia"......Von Ur an: Gott in Geselligkeit, Gott mit Sophia, der Frau der Weisheit, geboren noch ehe alles begann".

 

Nach Salomon war die Weisheit Gottes eine Frau. Die Griechen nannten sie Sophia. Salomon besingt sie als Mitschöpferin Gottes. Ja, sie schuf eigentlich alles im Sinne und zur Freude Gottes.

 

 

 

Gott zeigte sich Johannes in vielerlei Gestalten,

Wie wir wissen, ist Gott nicht ein Herrgott sondern ein viel größeres Geistwesen, das das Weibliche ebenso repräsentiert wie das Männliche. - Und dennoch ist Gott nur "EINER", weil beide zusammen eine Einheit bilden. Man vergesse nicht: Die Elohim erschufen den Menschen als Mann und Frau, so wie sie selbst Mann und Frau sind. Und sie sprachen zueinander: "Laßt uns....". Also sind sie wirklich zwei. Das echte grenzenlose Gottwesen bildet dennoch nur ein Geistwesen. Sie sind eines Geistes, können sich aufgrund ihrer Allmacht aber auch gestaltlich zeigen, wenn dies erforderlich ist - als Mann, Frau, Kind, Sohn oder Tochter, in Visionen ebenso wie in der Realität als Existenzen.

 

Im "Apokryphon des Kodex Berolinensis" schildert der Jünger Johannes nach der Kreuzigung Christi seine Gottes-Begegnung einmal so:

 

Als ich diese Fragen in meinem Herzen bewegte, siehe, da öffneten sich die Himmel und die ganze Schöpfung, die unter dem Himmel ist, erstrahlte, und die Welt geriet in Erschütterung. Ich war ängstlich. Und siehe: Ich sah im Licht ein Kind. Es stand bei mir. Als ich es aber betrachtete, wurde es ein Mann. Und der änderte seine Gestalt und wurde zu einer Frau. Als ich sie sah, wunderte ich mich, wie diese Frau in vielerlei Gestalten in dem Licht auftrat. - Es war keine Vielzahl vor mir, sondern es war da nur eine Person aber mit vielen verschiedenen Erscheinungsformen im Licht. Und die Erscheinungen offenbarten sich gegenseitig. Die Gestalt hatte aber drei wesentliche Aspekte und sie sagte zu mir: "Johannes, Johannes, warum wunderst du dich? Hab keine Angst! Ich bin der, der mit euch ist alle Zeit. Ich bin der Vater, ich bin die Mutter, ich bin der Sohn.

 

Mit "Sohn" ist auch die "Tochter" gemeint, welche zu Johannis Zeiten im Patriarchat und Monotheismus gewöhnlich nicht extra genannt wurden. Es zeigten sich nicht nur männliches sondern auch viele weibliche Gestalten in der Vision. Der Geist Gottes kann sich jedenfalls jeder Seele zeigen und der wahre Gott ist auf keine Gestalt begrenzt.

 

 

Wie zeigt sich Gott uns?

Jeder Seele kann sich Gottes Geist anders zeigen. Bei medial begabten Menschen wie hier bei Johannes kann ein seinem Geist sichtbarer göttlicher Kontakt entstehen. Die Kommunikation findet telepathisch und spirituell statt. Die irdische Sprache spielt dabei keine Rolle. Es können sich medial begabten Menschen freilich auch andere Geister zeigen, wenn das jemand wünscht oder provoziert, der das "zweite Gesicht" hat.

 

Nun hätten wir endlich eine Lösung für das Aussehen Gottes. Es ist grenzenlos vielfältig. Das Bild entsteht in unserer Seelensphäre und in unserem der Seele untergeordneten Gehirn nach unseren Glaubensvorstellungen als Erscheinung, Vision, und zwar passend zur Situation und passend zu unseren Erwartungen und Glaubensvorstellungen, ganz individuell. Der Geist erleuchtet eine Seelenmatrix und erscheint in der Gestalt, wie sie sich die Seele oder der Mensch vorstellt. Reiner Geist ist überall, Gottes Geist ebenso wie unser Geist. Geist ist zwar unsichtbar, doch trifft er auf eine Seelenmatrix, die ihn anzieht, so erscheint er darin wie das am Nachthimmel noch unsichtbare Sonnenlicht, das sichtbar wird, sobald es auf den Mond oder einen anderen lichtlosen Himmelskörper trifft. So ist es erklärbar, daß Gott, Christus, Maria, ein Engel usw. gleichzeitig vielen Menschen erscheinen kann - so wie die Sonne eben auch viele Planeten und Monde gleichzeitig erleuchten kann. Auch ein vollendeter vollbewußter Menschengeist wird einmal in verschiedenen Seelen oder Schöpfungen auftreten können mit passendem Seelenkleid, denn auch sein Geist ist überall und besonders dort, wo man ihn liebt und herzlich aufnimmt. Er kann seinen Enkeln als ihr Großvater erscheinen und sich gleichzeitig an anderen Orten mit Freunden unterhalten als junger Mann im besten Alter. Das klingt utopisch, doch ist es leicht zu verstehen, wenn man die Besonderheiten von Seele und Geist kennt. Geist projiziert in der Matrix einer Seele ein Bild nach deren Vorstellungen. Analog dazu verhält es sich mit der Kommunikation. Sie findet durch Telepathie statt und wird als Rede in der gewohnten Sprache aufgenommen.

Weit entwickelte, vollkommene Menschengeister wie Christus bilden im Verbund mit Gottes Wesen sogar echte Gottesexistenzen. Sie können Menschen als Engel, als Paar oder auch nur als ein Mann, Frau oder Kind erscheinen. Sind sie als Menschen inkarniert, so wirken sie auf Erden mit ihrem großen Geist aus Gott Wunder. Sie vollbringen Wunder durch die Liebe und sind ein Licht in der Finsternis wie Jesus.

 

Der Naturforscher und Theologe Emanuel Swedenborg (1688-1772) war ein großer Visionär seiner Zeit und berichtete von den vollkommenen Engeln und daß er sie als seliges Paare von Mann und Frau im Himmel gesehen und gesprochen habe. Weil es hier gut passt, folgt ein Auszug aus Swedenborgs "Eheliche Liebe". Er verwendete Bilder und Wortschatz seiner Zeit, in der es Pferdekutschen und keine Autos oder Flugzeuge gab. So zeigen sich die Engel ihm auch nicht in Raumschiffen oder Autos, sondern in Pferdekutschen:

 

Aber bald ließ sich aus dem Himmel eine Stimme hören, welche rief: " Wir haben vernommen und sehen jetzt, daß du nachsinnst über die eheliche Liebe; und wir wissen, daß es bis jetzt niemand auf Erden weiß, was die wahrhaft eheliche Liebe in ihrem Ursprunge und in ihrem Wesen ist, und doch ist es wichtig, daß man es wisse. Es hat dem Herrn gefallen, dir (Swedenborg) die Himmel aufzutun, damit in das Innere deines Gemüts ein erleuchtendes Licht und dadurch ein Innewerden einfließe. Bei uns in den Himmeln, besonders in dem dritten, fließen unsere himmlischen Freuden hauptsächlich aus der ehelichen Liebe. Wir werden daher vermöge der uns gegebenen Erlaubnis ein Ehepaar zu dir hinabsenden, damit du es sehest." Siehe es erschien nun ein Wagen, der vom dritten Himmel herunterkam. Darin sah ich einen Engel. So wie er aber näher kam, ersah man zwei in demselben Wagen. Der Wagen glänzte aus der Ferne vor meinen Augen wie ein Diamant, und es waren ihm junge Pferde vorgespannt, weiß wie Schnee. Die in dem Wagen hielten in den Händen zwei Turteltauben und riefen mir zu:

"Willst du, daß wir näherkommen? Aber dann nimm dich in acht, daß nicht der Glanz, der von unserem Himmel, aus dem wir herabgestiegen sind, herstammt und flammend ist, tiefer in dich eindringe! Denn aus seinem Einfluß werden zwar die höheren Ideen deines Verstandes, welche an sich himmlisch sind, erleuchtet, allein diese sind in der Welt, in der du lebst, unaussprechlich. Nimm deshalb, was du hören und sehen wirst, vernunftmäßig auf und lege es so der Fassungskraft des Verstandes aus." - Ich antwortete: "Ich will mich vorsehen, kommt nur näher!"- Und sie kamen, und siehe, es waren ein Ehemann und seine Gattin...."

 

Im Himmel wohnen nach dieser Vision lauter selige Paare. Sie bilden untereinander eine Familie von Brüdern und Schwestern. Es ist die göttliche Familie, die große Existenz des ansonsten nicht erfassbaren, eben in Raum und Zeit nicht existenten Gottwesens. In dieser Familie gibt es keine Rangordnung. Jesus ist Prinzeps inter Pares. Jesus sagte einmal:

 

Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester....

 

Auch Jesus wird im Himmel kein Junggeselle sein, zumal er schon auf Erden gern mit Maria-Magdalena zusammen war, sie umarmte und küßte und sie vor seinen männlichen Jüngern lobte. Erst die Einheit der Zweiheit stellt den vollkommenen Menschen wieder her als Ebenbild Gottes und der ELOHIM.

 

Mehr dazu in der "Das Werden der Wesen"